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Kisten(S)pass – Turnfahrt des TV Niederurnen

dh.- Am 18. September versammelten sich der TVN am Bahnhof Niederurnen zur Turnfahrt, die uns von Linthal über den Kistenpass nach Brigels bringen sollte.

In Linthal erwartete uns schon der Minibus ins Tierfehd. Eng zusammengerückt damit alle Platz hatten fuhr der Bus nun mit Vollgas dem Tierfehd entgegen. Den komischen Geräuschen aus den Radkästen zu entnehmen, war der Bus halt ein bisschen überladen. Bei der Talstation der Seilbahn ins Kalktrittli endete unsere Fahrt und wir deponierten unser Gepäck, da noch eine Kurzführung durchs Kraftwerk Linth-Limmern auf dem Plan stand. Nach einer kurzen Einführung über die gesammte Anlage an der Infowand besichtigten wir die Wasserfassung in der Linthschlucht. Weiter ging es zur Kaverne mit den mächtigen Turbinen und Generatoren. Zum Schluss, da noch etwas Zeit übrig war, konnten wir auch noch einen Blick in den Kommandoraum werfen.

Gruppenfoto an der Talstation der Seilbahn Tierfehd–Kalktrittli.

Nun war es Zeit, um auf die Bahn zu gehen. Innert wenigen Sekunden schwebten wir schon weit über dem Talgrund. Oben am Kalktrittli angekommen, erwartete uns der Fussmarsch durch den dreieinhalb Kilometer langen Tunnel. Im gedämpften Licht der Tunnelbeleuchtung und dem kühlen Berginnern marschierend wollte der Tunnel kein Ende finden. Kurz vor dem Ende bog ein Seitenstollen zum Staudamm, den wir natürlich auch kurz besichtigen wollten. Die Freude am warmen Tageslicht zu sein war dann nur kurz, denn der Wind blies uns eiskalt und fest entgegen. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen, um einen Blick von der Staumauer hinunter zu werfen.

Auf der windigen Staumauer des Limmernsees.

Wieder zurück im düsteren Tunnel galt es nur noch eine kurze Strecke zu gehen und schon erwartete uns wieder das Tageslicht. Von dort aus begann der Aufstieg zur Muttseehütte. Die einen nahmen den Aufstieg etwas schneller, die anderen etwas gemütlicher in Angriff. Oben angekommen, gönnten wir uns eine kleine Zviäri Pause in der Muttseehütte.
Obwohl man gerne noch ein bisschen sitzen geblieben wäre, mussten wir nun aufbrechen, um nicht allzu spät in der Kistenpasshütte einzutreffen. Wieder unterwegs wurde das Wetter immer schlechter und es begann sogar fein zu Regnen. Doch auch dieser Aufstieg wurde geschafft und es dämmerte schon, als die letzten in der Kistenpasshütte eintrafen.
Die nassen Keider wurden durch trockene ersetzt und in der gemütlichen Wärme des Ofens stimmten wir uns auf einen heimeligen Hüttenabend ein. Nach dem feinen Nachtessen, das uns das Hüttenwartepaar zubereitete, wurde gesellig geplaudert und gejasst. Die Zeit verging schnell und die Runde amüsierte sich. Nach einigem Gelächter und gejohle war es dann Zeit zum sich auf's Ohr zu legen. Diese Gelegenheit machten sich ein paar Oberförster zu Nutze und zeigten ihr wahres Können mit «Bäume» sägen.

Am nächsten Tag nach dem Morgenessen, teilte man sich in zwei Gruppen, die Eine machte sich bald auf den Weg und bestieg noch das Kistenstöckli, während die anderen es etwas gemütlicher nahmen und direkt den Abstieg in Angriff nahmen.

Die glorreichen Sieben trotzen Wind und Wetter auf dem Kistenstöckli.

Nochmals gab es einen kleinen Kampf mit dem Wetter, da es auf dem Kistenpass sehr stark windete, wenn nicht schon Stürmte. Auf der Bündner Seite angekommen, ging es dann nur noch bergabwärts und die Kniegelenke waren froh, als der gröbste Teil geschaft war. Nun mussten wir noch in einem kleinen Tal entlang nach Brigels gehen. Unterwegs kamen wir an eine Feuerstelle, die geradezu wie geschaffen war, eine kleine Pause einzulegen. Während einem Gläschen Wein traf dann auch noch unsere Gipfelstürmer-Equipe zum Rest und gemeinsam liessen wir die letzte Etappe hinter uns.

Auf der Rückfahrt, zuerst mit dem Postauto, dann mit dem Zug, kam die Müdigkeit über uns, und die einen nahmen es zur Gelegenheit, nochmals ein bisschen zu schlafen. Zum Schluss nochmals ein Dankeschön an Andy Zweifel für die kurzfristige Organisation, es war ein tolles Wochenende!