Turnfahrt Stuttgart
Freitag bis Sonntag, 25. bis 27. September 2009
gutschi.- Um 6.00 Uhr startete der Party-Bus, welcher uns nach Stuttgart brachte. Mit standesgemäss getönten Scheiben und einem Fahrer, welcher sogar mit Navi so seine Probleme mit der Route hatte, kamen wir heil und entspannt gegen Mittag in Stuttgart an.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging's mit dem Programm los. Als erstes ging's mit der U-Bahn, welche allerdings nicht im Untergrund fuhr, ins Stadt-Zentrum. Von hier aus weiter nach Esslingen in die Sektmanufaktur Kessler (an dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Kessler Sektmanufaktur nichts mit den Kessler Snowboarden zu tun hat). Da wir eine halbe Stunde zu früh da waren, wies uns eine höfliche Stimme an, doch nochmals um den Block zu laufen, da sie noch nicht bereit waren. So schlenderten wir gemütlich eine halbe Stunde durchs Dorf Esslingen.
Dann war es soweit. Eine freundliche Dame empfing uns und führte uns durch die Kellereien und erklärte uns die Geschichte des Sekts und Champagners. Ich bezweifle allerdings an dieser Stelle, ob wirklich noch jemand den Unterschied zwischen Brut, Sekt und trockenem Sekt weiss. Am Schluss durften wir natürlich noch den Sekt degustieren. Dabei erlebten wir auch die Wirkung von Sekt auf Frauen, wurde unserer Führerin doch immer redseliger nach dem Genuss eines Cüplis. Nach einer doch recht interessanten Führung verabschiedeten wir uns und der eine oder andere kaufte noch ein Souvenir für die daheim gebliebenen.
Danach ging es gleich weiter mit der U-Bahn, welche noch immer nicht im Untergrund fuhr, ins Porsche-Museum. Hier schlugen unsere Herzen doch schon etwas höher, angesichts der Autos, welche ausgestellt waren. Von A–Z wurde uns hier die Geschichte von Porsche gezeigt und der eine oder andere war fast nicht mehr vom Museum wegzubringen. Hier muss auch noch erwähnt werden, dass das Gebäude des Porsche-Museums bereits eine Reise wert ist.
Für eine kurze Erholung vor dem Abend düsten wir dann zurück ins Hotel.
Da wir uns nicht ganz einig wurden, wo wir das Abendessen einnehmen wollten, einigten wir uns auf das Cannstatter Wasen. Dabei düsten wir kreuz und quer mit der U-Bahn am Wasen vorbei, bis wir uns schliesslich doch zu Fuss auf den Weg machten. Gleich bei der ersten Fressbude schlugen wir uns die Bäuche voll, waren wir doch alle fast am verhungern. Anschliessend ging es ab auf die Bahnen. Bei so vielen Bahnen kamen natürlich nur die grössten und schnellsten in Frage. Hier erstaunt es, dass dabei keinem so richtig schlecht wurde. Jedoch wurden wir dabei nass, durchgeschüttelt, mehrmals gedreht und bei einer Bahn gab es sogar Leute, die das Licht am Ende des Tunnels gesehen haben wollen. Natürlich kamen wir auch mit der örtlichen Bevölkerung ins Gespräch. Sei es mit der Polizei bei einer Razzia auf dem Wasen oder mit einem türkischen Italiener, der sogar deutsch sprach. Wir sind ja schliesslich für alles offen.
Leider war auf dem Wasen um 24.00 Uhr schon Schluss und so ging es mit der U-Bahn zurück ins Hotel. Die einen zog es allerdings noch in die Stadt, um im Dreifarben-Haus noch etwas über die örtlichen Wohnverhältnisse zu erfahren. Dabei muss auch noch erwähnt werden, dass ab sofort Glarus die Hauptstadt der Schweiz ist.
Am Samstag waren wir dann alle recht früh munter und beim Frühstück diskutierten wir, was man machen wollte. Die Mehrheit einigte sich auf die Besichtigung des Fernsehturms. Hier oben wurden wir mit einer herrlichen Aussicht auf Stuttgart belohnt.
Mit dem offiziellen Programm ging es um 14.00 Uhr auf dem Wasen weiter. Wir witzelten bereits am Vormittag, wie lange wir wohl durchhalten würden. Praktisch keiner dachte, dass wir bis zum Schluss in diesem Zelt sein würden, wären dies doch 10 Stunden gewesen. Ausgerüstet mit zwei Mass-Gutscheinen und einem Gutschein für ein halbes Hähnchen begann unsere Wasen-Zeit. Nach anfänglichen Platzschwierigkeiten hatten wir schon sehr schnell einmal eine gute Stimmung. Am Nachmittag um 15.00 Uhr standen wir zusammen mit zirka 3000 anderen bereits auf den Bänken und feierten was das Zeug hielt. Zwischendurch gönnte sich jeder mal noch sein halbes Hähnchen, um frisch gestärkt wieder auf den Bänken zu tanzen. Ohne auch nur einmal das Zelt zu verlassen, tanzten wir bis um 24.00 Uhr durch und würden wahrscheinlich noch heute auf den Bänken stehen, hätten sie um 24.00 Uhr nicht Schluss gemacht. Ich glaube jeder kann bestätigen, dass er noch nie 10 Stunden auf einem Festbank gestanden ist und durchgefeiert hat. Party pur.
Doch jeder, der den TV Niederurnen kennt, weiss, dass die Party noch nicht zu Ende war. Bereits in der U-Bahn ging es weiter. Mit dem Party-Kracher «Hey, was geht ab» hatten wir im nu eine Party-U-Bahn, welche allerdings noch immer nicht unter der Erde fuhr.
Ein paar von uns hatten dann noch das Vergnügen, mit dem schnellsten Taxifahrer Stuttgarts die Heimreise ins Hotel anzutreten. Dabei waren wir ihm noch bei seinen Motorenproblemen behilflich. Man tut, was man kann ...
Am Sonntag war noch der Besuch im Zoo geplant. Wir bestaunten die einzelnen Tiere und fanden am Schluss sogar noch das langgesuchte Aquarium.
Auf der Heimfahrt wurde es dann auch sehr schnell ruhig im Bus. Ich denke, jeder liess sich nochmals die 10 Stunden Wasen durch den Kopf gehen, was bei den Temperaturen im Bus auch nicht so schwer fiel, da es sicher nochmals 10 Grad wärmer war, als im Festzelt.
An dieser Stelle danke ich Andy fürs chauffieren des Busses, Pädä Seliner und Gutschi für's organisieren und allen, die mitgekommen sind, für die gute Stimmung und wer weiss, vielleicht gibt es ja sogar ein nächstes mal ...
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